Warum ich nicht gehen werde.

weil ich an sowas wie schicksal glaube. weil ich an dich glaube.
kann mut dumm sein? ist es denn nicht immer die richtige entscheidung, wenn man sich für sich entschiedet? mit dir hab ich mich zum ersten mal wieder so richtig für mich entschieden. mit dir kann ich endlich wieder bei mir sein.
man sagt ja, man kann altes nur loslassen, wenn man etwas neues findet, das einen hält. geschwollener bullshit. oder? irgendeine phrase, die plötzlich sinn zu ergeben scheint. läuft man doch immer vor allem weg was neu ist. unsicher. ungewohnt. das mag sicher scheinen, ist aber auch mit sicherheit unsinn.
denn: durch einen neuen menschen, der warumauchimmer zum perfekten zeitpunkt in das leben eines anderen menschen tritt mut zu fassen, sein eigenes leben wieder in die hand zu nehmen, mut zu fassen endlich wieder zu fühlen. zu leben. zu lieben. ohne maske. ohne schleier. ohne verdrängte unzufriedenheit, die wir vor uns selbst als sicherheit tarnen. ist dann nicht dieser mensch die rettung? retten sich die beiden dann nicht gegenseitig?
dieser mensch bist du für mich. 
weil ich an sowas wie schicksal glaube. weil ich an dich glaube.
scheiß auf kalendersprüche in küchen-romantik - das ist das verfickte leben, mit dem wir es hier zu tun haben. netter spruch hin oder her. wenn man alles umkrämpelt und für sein glück kämpft, wenn man sich für den anderen entscheidet, dann sagt kein kalenderspruch der welt, dass es leicht wäre. ist es auch nicht, im gegenteil. nicht umsonst macht einem das große ganze so eine scheißangst.
warum ich warum ich jeden kampf immer mit dir kämpfen werde? 
weil ich an sowas wie schicksal glaube. weil ich an dich glaube.
mit dir macht mir keine rauhe see mehr angst. wir sitzen im selben boot und rudern in die gleiche richtung. wenn der eine mal weniger schnell rudern kann, als der andere fängt der andere das auf. ohne nachzudenken. ohne zu erwarten. mit dir können mir die wellen ins gesicht peitschen, weil ich dich gerade hinter mir verstecke. denn mit dir im rücken tut's nur halb so weh. ich vertraue bedingungslos darauf, dass sobald mir die wellen zu stark und zu laut ins gesicht knallen du meine burg bist. dich wieder nach vorne kämpfst und ich mich ganz und gar in dir vergraben kann.
warum ich mich bei dir so sicher fühle? 
weil ich an sowas wie schicksal glaube. weil ich an dich glaube.
geht es nicht immer darum? zusammen auf dem meer um's blanke überleben zu kämpfen? aber auch immer wieder auf dieser kleinen insel namens seifenblase durchzuatmen? bis das kämpfen immer weniger wird. bis die sonne wieder öfter scheint. bis die sonne endlich immer scheint. wie unsere füße in unser salzig-süßes glück tauchen. uns am strand liegend die tüte weiter reichen und uns hemmungslos betrinken? mit der insel meine ich unsere wohnung, unser leben. mit dem salzig-süßen wasser unsere stetig währende seifenblase. die in der wir immer wieder kraft tanken. denn machen wir uns nichts vor. die sonne wird niemals immer scheinen. aber ich versprech dir eins: wenn's regnet und stürmt und uns der wind zu boden peitschen will, dann steh ich auf. schreie laut 'ICH LIEBE DICH' und tanz so lange für dich schief und laut singend im regen, bis du dazu kommst. bis wir beide lachend im regen tanzen und sich der regen plötzlich nicht mehr nach weltuntergang anfühlt, sondern nach neuanfang.
nie war mehr anfang als jetzt. 
weil ich an sowas wie schicksal glaube. weil ich an dich glaube.
so und jetzt lassen wir mal alle geschwollenen metaphern weg. wobei der punkt, dass ich bei dir nicht ständig auf den Punkt kommen muss, einfach mal labern darf, weil du auch ständig rumlaberst ohne Punkt und Kommaklar, ein nicht zu verachtender ist.
verzeih mir das geschwafel, das ist lediglich ein verkrüppelter versuch dir zu sagen, dass ich immer da bin. dich nie allein lasse. ich will dass wir jeden moment zusammen sind und doch genug voneinander entfernt um uns immer wieder neu entdecken zu können. ich will jede sekunde deinen geruch riechen, der die welt für mich bedeutet und dich trotzdem nie zu fest halten. ich will das, was man wohl allgemein leben nennt. nur halt mit dir. immer mit dir. ich will dass wir uns gegenseitig umbringen wollen und abgrundtief hassen, um uns dann noch leidenschaftlicher und inniger zu lieben als je zuvor. ich wünsche mir ein leben mit dir, in dem uns der alltag nichts kann, weil wir zwar immer in die welt daraus müssen. aber nie alleine kämpfen. ich will im schlimmsten sturm die augen schließen und deinen geruch einatmen. ich will dass diese sicherheit und liebe nie vergeht. nie selbstverständlich wird. ich will mit allem was ich habe unsere kleine welt beschützen und hegen und pflegen. ich will immer auf uns aufpassen. auf dich.
weil ich an sowas wie schicksal glaube.
weil ich an dich glaube.
an uns.

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